Skip to main content

Das Erscheinungsbild des christlichen Glaubens weltweit wird zukünftig sehr viel stärker von den wachsenden christlichen Gemeinschaften in China geprägt werden, die nah daran sind, in absoluten Zahlen die größte Menge an Gläubigen eines Landes zu stellen. Protestantische und katholische Konfession gehören in der Volksrepublik China neben Buddhismus, Islam und Daoismus zu den fünf offiziell anerkannten Religionen. Ihnen wird Glaubensfreiheit gewährt und unter Aufsicht der staatlichen Religionsbehörde ein Rahmen für die Ausübung ihrer Religion gegeben.

Im November 2018 hat die offizielle protestantische Kirche ein neues Leitungsgremium bestimmt.

Organigramm TSPM + CCC, ab 29.11.2018

Drei-Selbst-Bewegung /TSPM – Three Self Patriotic Movement

Vorsitzender:
Rev. Xu Xiaohong  徐晓鸿 (hauptamtlich)

Generalsekretär:
Herr Gu Mengfei 顾梦飞 (hauptamtlich)

Stellvertretende Vorsitzende:
Wang Jun王俊, Lü Dezhi  侣德志, Yue Qinghua 岳清华, Tang Weimin唐卫民,  Xu Yulan 徐玉兰 (weiblich), Jin Yunpeng靳云鹏, Cai Kui蔡葵, Kan Baoping 阚保平 (hauptamtlich), Pan Xingwang 潘兴旺

Chinesischer Christenrat / CCC Chinese Christian Council

Präsident:
Rev. Wu Wei 吴巍 (hauptamtlich)

Geschäftsführer:
Chan Weixiang 单渭祥 (hauptamtlich)

Stellvertretende Präsidenten:
Xu Lusheng 许伦胜, Yu Wenliang 余文良, Shen Xuebin 沈学彬 (hauptamtlich), Zhang Keyun 张克运, Chen Tianyuan 陈田元, Chen Yilu 陈逸鲁, Shan Weixiang (gleichzeitig Geschäftsführer s.o.), Gao Ming高明, Fan Hongen 樊宏恩

Historie

Viermal wurde das Christentum „neu“ nach China eingeführt. Zeugnisse wie die berühmte nestorianische Stele im Stelenwald in Xi’an bezeugen, dass es zunächst nestorianische Christen waren, die das Christentum über die Seidenstraße ins Reich der Mitte brachten.

Ein zweites Mal kam das Christentum zur Zeit der Mongolenherrschaft (13./14. Jahrhundert) durch katholische Missionare ins Land. Es folgte die Jesuitenmission, die jedoch aufgrund des sogenannten „Ritenstreits“ aufgegeben werden musste. 1807 kam mit Robert Morrison der erste protestantische Missionar ins Land. Zwischen diesen Phasen der Berührung mit der „ausländischen Religion“ (yangjiao) lagen immer wieder Zeiten, in denen das Christentum fast vollständig aus dem Land verschwand.