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Religionspolitisches Strategiepapier der chinesischen Regierung

Wang Zuo-an: Den Sinisierungsprozess der Religionen stabil weiterführen

29. März 2019 Zhongguo Minzu Bao (Chinesische Volkszeitung)

Bei der nationalen Sitzung zur Religionsarbeit betonte Vorsitzender Xi Jinping deutlich, dass das

Festhalten am Sinisierungsprozess der chinesischen Religionen ein wichtiger Faktor im aktiv geleiteten Anpassungsprozess der Religionen an die sozialistische Gesellschaft darstellt. Diese wichtige Feststellung verweist grundlegend auf die den Religionen unseres Landes inhärenten Gesetzmäßigkeiten, die sich über einen langen Zeitraum entwickelt haben. Wissenschaftlich begründet weist sie einen Weg auf, der sowohl die aktive Führung als auch die Anpassung der Religionen an die Sozialistische Gesellschaft realisiert. Klar stellt sie die wichtige Mission der Religionsarbeit unserer Partei im neuen Zeitalter heraus.

Seit mehr als zwei Jahren haben Einheitsfront- und Religionsarbeitsabteilungen überall im Land in Kooperation mit Religionsvertretern gemäß den Vorgaben zum „Festhalten am Sinisierungskurs der nationalen Religionen“ gewissenhaft Studien- und Diskussionsworkshops veranstaltet und tatkräftig Pilotprojekte realisiert, so dass sich inzwischen ein breiter Konsens abzeichnet. Ebenso wurden auch einige wichtige Erfahrungen gesammelt. Die Gesamtsituation bessert sich allmählich. Gleichzeitig gibt es ein paar Probleme, die wir nicht ignorieren dürfen. Bei Manchen mangelt es an tieferem Verständnis, bei Manchen sind die Ursachen bekannt, bei anderen nicht oder es scheint keine Handhabe zu geben. In manchen Fällen handelt es sich um äußerliche Probleme. Es wurde viel geredet, aber passiert ist wenig. Es gab lautstarke Ankündigungen, die nur unzureichend in die Tat umgesetzt wurden, den Sachverhalt nur oberflächlich berührten und letztlich im Sande verliefen. Es kam vor, dass Verordnungen zur Religionsarbeit missachtet wurden, methodisch vereinfacht oder eigenständig interpretiert wurden oder es größere Reibungen gab. Diese Probleme verlangen unsere Aufmerksamkeit und Lösungsansätze durch gründliche Studien.

Die Sinisierung der Religionen ist gleichermaßen eine gewaltige Aufgabe und ein langfristiges Projekt von historischen Ausmaßen. Das Wachstum einer Pinie lässt sich nicht beschleunigen. Wir müssen immer danach streben, die zentralen Themen zu identifizieren, charakteristische Muster zu erkennen und mutig anzupacken, um die politischen Entscheidungen des Zentralkomitees der Partei in reale Praxis zu übertragen. So können wir den Sinisierungsprozess der Religionen stabil in die Zukunft führen. Hier und jetzt müssen wir die „Vier Grundprinzipien“ fest ergreifen.

Wir stehen fest zur Führung durch die Partei. Die Einhaltung des Sinisierungskurses ist nicht nur eine wichtige Forderung unserer Partei im Umgang mit nationalen religiösen Belangen, es ist auch eine wichtige Aufgabe der Religionsarbeit im neuen Zeitalter. Nur das Festhalten an der Führung durch die Partei, ermöglicht eine Vereinheitlichung des Denkens und eine Festigung des Bewusstseins. Es allein ermöglicht eine gemeinsame Orientierung an nationalen Werten [wörtlich „am Hissen der Flagge“] und eine umfassend strategische Herangehensweise. Nur so kann garantiert werden, dass die Sinisierung der Religionen richtig verläuft und sich kontinuierlich vertieft. Wir müssen die Pläne der Führungsebene unterstützen, indem wir wissenschaftliche Handreichungen zur Beantwortung einer Reihe wichtiger theoretischer und praktischer Fragen der Implementierung der Sinisierung erstellen.

Dabei geht es um Fragen wie „wer soll sich ändern“, „was soll sich ändern“ und „wie soll es sich ändern“. Diesbezügliche Regeln müssen sorgfältig formuliert und verfeinert werden, so dass eindeutig klar wird, was vorgeschlagen und ermutigt werden soll, was eingeschränkt und verboten werden muss, um einen guten politischen, legalen und gesellschaftlichen Rahmen zur Umsetzung der Sinisierung der Religionen zu schaffen. Wir müssen unser Problembewusstsein schärfen, grundlegende Denkweisen erfassen, in die Lebenswirklichkeiten eintauchen und eingehende Untersuchungen anstellen. Nur so können wir zeitnah problematische Tendenzen aufdecken und entkräften, dem Auftauchen problematischer Trends entgegenwirken, gemäß den Gesetzen illegalen Aktivitäten begegnen, die unter dem Deckmantel Religion durchgeführt werden und signifikanten Gefahren Einhalt gebieten, die im religiösen Bereich verborgen sind. Wir müssen Ausschau halten nach ernsthaften Risiken um sicherzustellen, dass die Sinisierung der Religionen erfolgreich vonstattengehen kann. Regierungsstellen aller Parteiebenen sind angehalten, die wichtigen Diskussionspapiere zur Religionsarbeit des Vorsitzenden Xi Jinping gründlich zu studieren und sich anzueignen, die religionspolitischen Entscheidungen des Zentralkomitees der Partei in die Praxis umzusetzen, die große Verantwortung für die Umsetzung der Sinisierungsmaßnahmen zu übernehmen, Verlaufspläne zu erstellen, gründliche Studien zu betreiben, zeitnah Anweisungen zu geben und Aufsichtspflichten zu übernehmen. Die Basis soll ermuntert werden, neue Ideen zu erproben, positive Beispiele zu sammeln, Fälle mit Modellcharakter bekannt zu machen, im Kleinen zum Großen beizutragen und so dem Anliegen zum Erfolg zu verhelfen.

Wir bestehen auf einem Bewusstsein für das Eigene im Religiösen. Das Festhalten an der Sinisierung der Religionen unseres Landes ist eine unbedingte Notwendigkeit bei der Entwicklung des Sozialismus mit chinesischen Besonderheiten. Und es ist eine inhärente Notwendigkeit der gesunden Entwicklung der nationalen Religionen. Die Parteiführer handeln nicht eigenmächtig, sie überschreiten ihr Mandat nicht, sondern spornen den religiösen Sektor mittels richtiger Direktiven und starker Anreize an, sich seiner selbst bewusst zu werden. Sie stimulieren die den Religionen innewohnende Lebenskraft, stärken ihre Vitalität und ihr Verantwortungsgefühl, regen ihren Enthusiasmus und ihre Initiative an. Wir müssen den religiösen Sektor darin unterstützen, sich am politischen Aufbau zu beteiligen und die patriotische Entwicklung der eigenen Religionen nach guter Tradition zu fördern. Wir bestehen darauf, die Gedanken Xi Jinpings zu den Besonderheiten des Sozialismus im China eines neuen Zeitalters zur Richtlinie zu machen. Es geht darum, das „vierfache Bewusstsein“ [politisches Bewusstsein, Bewusstsein für die Gesamtsituation, Bewusstsein für den Kern, Bewusstsein für die Ausrichtung] zu stärken, das „vierfache Selbstvertrauen“ [Vertrauen in den Weg, Vertrauen in die Theorie, Vertrauen in das System, Vertrauen in die Kultur] zu festigen und die „zwei Garantien“ [Xi Jinping ist Kern-Wert und Führer der Partei] einzulösen. Auf dieser Basis ist es möglich, das Gesetz zu respektieren, soziale Stabilität zu wahren, den Zusammenhalt der Volksgruppen zu fördern, die nationale Einheit zu schützen, und bei anderen wichtigen Fragen einen stabilen Konsens zu formen. Es geht darum, sich der großartigen Sache des Sozialismus mit chinesischen Besonderheiten zu widmen und einen Beitrag zur Realisierung des chinesischen Traums zu leisten, dem wunderbaren Wiedererstarkens des chinesischen Volkes. Wir müssen den religiösen Sektor darin unterstützen, sich um die Entwicklung eines ideologischen Rahmens für religiöses Gedankengut zu bemühen. Unter Beibehaltung der grundlegenden Glaubensinhalte, der religiösen Kerndoktrin und liturgischen Gebräuche soll gleichzeitig aufgespürt und ans Licht gebracht werden, was in den Doktrin und Glaubensregeln dem Nutzen der Gesellschaft auf harmonische Weise tauglich ist. Was inhaltlich mit dem aktuellen Fortschritt und einer gesunden Zivilisation übereinstimmt, bedarf einer Interpretation, die den Anforderungen der gegenwärtigen Entwicklung Chinas entspricht. In der Form muss es zur Kultur unseres Landes und seinen Besonderheiten passen, mit den religiösen Gegebenheiten des Landes übereinstimmen und über ein religiöses Denksystem verfügen, dass chinesische Besonderheiten aufweist. Wir müssen den religiösen Sektor dabei unterstützen, eine religiöse Kultur zu etablieren. [Religion muss] geleitet sein von den sozialistischen Kernwerten, durchtränkt von der herausragenden klassischen chinesischen Kultur, verfeinert durch die außergewöhnliche Zivilisation des chinesischen Volkes und verschmolzen mit den traditionellen Tugenden Chinas. Ob in den Auslegungen religiösen Kultbücher, in der Struktur religiöser Verwaltungen, ob bei Reformen religiöser Riten, der Durchführung religiöser Aktivitäten oder im Ausdruck von Musik, Gewändern und Architektur – überall soll ein chinesischer Stil deutlich werden. Güte und Vernunft sollen Modellcharakter haben, der kulturelle Wert von Religion soll gepflegt, Exklusivität von Religionen dagegen abgeschwächt werden. Religiöser Fanatismus muss abgelehnt und Extremismus eingedämmt werden. Wir müssen den religiösen Sektor beim Aufbau einer Struktur unterstützen. Die positiven Effekte der Reformen im religiösen System unseres Landes müssen konsolidiert werden. Einer Renaissance der feudalistischen religiösen Privilegien muss ebenso vorgebeugt werden wie einer erneuten Kontrolle durch ausländische Kräfte. Es ist nötig, die Gesetze des Landes in richtiger Weise mit den innerreligiösen Regeln zu koordinieren, unter Einhaltung des nationalen Rechts und der gängigen religiösen Normen. Es ist nötig, die legale Regierungsaufsicht in organischem Einvernehmen mit den internen Verordnungen der Religionen auszuüben, um die Führung der Religionen unseres Landes in Richtung Sinisierung zu garantieren. Wir müssen den religiösen Sektor beim Aufbau von geeignetem Nachwuchs unterstützen, nach der Devise „politisch zuverlässig, religiös versiert, moralisch glaubwürdig und zur richtigen Zeit einsatzfähig“. Der Aufbau von religiösem Personal und Lehrkräften muss gestärkt werden. Bemühungen um die Heranbildung einer gewissen Anzahl repräsentativer Persönlichkeiten ist wichtig, um beim fortlaufenden Sinisierungsprozess der Religionen Unterstützung durch Leistungsträger zu erhalten. Es reicht nicht, wenn Personen des religiösen Sektors religiöse Lehrinhalte studieren. Sie müssen auch Kenntnisse in Wissensgebieten wie Politik, Rechtswesen, Kultur, Technik und Wissenschaft erwerben um eine umfassend komplexe Qualifizierung zu erlangen. In einem Ausbildungsmodell, das die Kombination von traditioneller religiöser Lehre und moderner religiöser Erziehung austestet, beschreiten wir den Weg einer religiösen Ausbildung mit chinesischen Charakteristika.

Wir bestehen auf differenzierten Direktiven. Es gibt Unterschiede, was die Gegebenheiten bei verschiedenen Religionen in unserem Land betrifft. Auch wenn die Sinisierung der Religionen ein und denselben Leitlinien folgt, grundlegenden Prinzipien und einheitlichen Anforderungen, muss auch der gegenwärtigen Realität Rechnung getragen werden. Verschiedene Situationen bedürfen unterschiedlicher Herangehensweisen. Anweisungen müssen der Religion und den lokalen Umständen entsprechen. Es bedarf der Ausführung differenzierter Direktiven und gezielter Maßnahmen. Auf keinen Fall darf „alles mit einem Messer geschnitten“ und „in einer Pfanne gebraten“ werden. Was den Buddhismus angeht, so müssen wir ihn dabei unterstützen, sich unter Wahrung der in guter Tradition weitergegebenen [theoretischen] Grundlagen, an das Konzept eines „humanistischen Buddhismus“ zu halten. Wir betrauen wir ihn damit, kontinuierlich einen neuen Weg zu beschreiten, der Tradition und Gegenwart ausgewogen in Einklang bringt, in einer Weise, die gegenwartsbezogen ist und moderne Ausdrucksformen findet. Gleichzeitig müssen wir darauf achten, kommerzielle Tendenzen zu beseitigen und den Verdacht korrupter Praktiken aufzulösen, so dass [der Buddhismus] ein positives soziales Image bekommt. Was den Daoismus angeht, müssen wir ihn dabei unterstützen, das reiche Erbe an modernen Werten weiterzuentwickeln, das seine Kultur birgt. Die überkommenen Aspekte, die nicht zur gegenwärtigen Gesellschaftsentwicklung passen, müssen überwunden werden. Eine Systematik aktueller Lehransichten muss angelegt werden. Es bedarf Anstrengungen um den Stil des Daoismus zu reformieren, den Standard zu erhöhen, Personal auszubilden, einen Wandel zur Moderne hin zu vollziehen, um mit der Zeit Schritt zu halten. Was den Islam angeht, müssen wir ihn dabei unterstützen, am tradierten Brauchtum der „Interpretation von klassischen Schriften – wie im Konfuzianismus“ festzuhalten und die Arbeit der „Schriftauslegung“ zu vertiefen. Ideale wie Patriotismus, Zusammenhalt, Frieden, Ausgewogenheit, Toleranz und Mildtätigkeit müssen stärker betont werden. Einer Infiltration durch extremes Gedankengut muss streng entgegengewirkt werden. Das Phänomen der „Opposition gegen Sinisierung“ muss pragmatisch in ein „Zugehen auf Sinisierung“ umgewandelt werden. Theoretische Konzepte müssen etabliert werden, die mit dem Gesetz in Einklang sind. Der Einmischung von Religion in Verwaltungsangelegenheiten, ins Rechts- oder Erziehungswesen und in gesellschaftliche Aktivitäten muss ein Ende gesetzt werden. Das Bewusstsein, integraler Bestandteil der chinesischen Volksgemeinschaft zu sein, muss sich fest ausprägen. Was den Katholizismus betrifft, müssen wir ihn dabei unterstützen, an den Prinzipien der unabhängigen Selbstverwaltung und Selbstgestaltung unverbrüchlich festzuhalten. Theologische Forschungen zu Sinisierung müssen fortgesetzt werden, eine demokratische Organisation der Kirche tiefer verankert und die selbständige Wahl und Weihe von Bischöfen muss aktiv und zuverlässig etabliert werden. Die Kräfte im Untergrund müssen zum Wandel angehalten werden, Einmischungen und Störungen durch externe Mächte müssen unterbunden werden. Wir müssen fest und sicher die Initiative ergreifen. Was den Protestantismus angeht, müssen wir ihn dabei unterstützen, die positiven Resultate des Festhaltens an den Drei- Selbst-Prinzipien zu konsolidieren. Der Aufbau des theologischen Denkens muss fortgesetzt werden. Der Infiltrierung durch ausländischer Kräfte unter dem Deckmantel des Protestantismus muss Einhalt geboten werden. Illegalen Aktivitäten muss mit legalen Mitteln begegnet werden. Einige lokale Unregelmäßigkeiten und chaotische Entwicklungen müssen effektiv beigelegt werden. Der protestantische Sektor bedarf einer regulären Ordnung erhalten.

Abschließende Bemerkungen:

Wir halten daran fest, dass Konstanz sich auszahlt. Wir sind überzeugt, dass die Sinisierung der Religionen ein allmählich fortschreitender historischer Prozess ist. Gleichzeitig handelt es sich um eine äußerst komplizierte und sensible Angelegenheit. In der Situation der Religionen unseres Landes spiegelt sich besonders die Geschichte der von außen kommenden Religionen wider.

Anpassungsprozesse an unsere Gesellschaft gestalteten sich als langwierig und wechselhaft. Wo sich alte Widrigkeiten auflösten, tauchten mitunter neue Probleme auf. In manchen Fällen spielten sich tiefgreifende Auseinandersetzungen ab. Es ist unmöglich, dass so etwas einfach oder schnell vonstattengeht. Zurzeit durchlaufen internationale und nationale Entwicklungen rasche Wandlungsprozesse – viele Aspekte beeinflussen die Religionen. Das Bemühen um Sinisierung der Religionen ist unweigerlich immer wieder mit neuen Herausforderungen konfrontiert und hat neue Aufgaben zu bewältigen. Wir müssen die Situation von einer höheren Perspektive aus betrachten, nämlich im Hinblick auf die Entwicklung eines Sozialismus chinesischer Prägung und im Hinblick auf unser Ziel, das wundervolle Wiedererstarken des chinesischen Volkes zu realisieren.

Wissenschaftliche Erkenntnisse über die dem Sinisierungsprozess innewohnenden Gesetzmäßigkeiten müssen erlangt werden um von Anfang bis Ende die strategische Gestaltungshoheit zu behalten. Sinisierung verfolgt nicht die Absicht, Religionen zu transformieren, auch nicht die klerikalen Religionsvertreter oder die Menge der Anhänger vom Glauben an ihre Religion abzubringen. Es geht vielmehr darum, die Religionen dazu zu bringen, sich besser an die Entwicklung der chinesischen Gesellschaft und die Fortschritte der Gegenwart anzupassen. Sie sollen zu genuin „chinesischen Religionen“ werden und nicht „Religionen in China“ sein. Sinisierung muss unbedingt an dem Begriff „Leitung“ festgemacht werden. Das richtige Verständnis der dualen Natur von Religion und Gesellschaft als zwei [getrennte] Bereiche ist ebenso wesentlich wie das korrekte Erfassen der Beziehung zwischen „veränderlichen“ und „unveränderlichen“ Anteilen beim Vorantreiben des Sinisierungsprozesses. Mittels Führung, Verwaltung und Hilfestellungen etc. soll ein größtmöglicher Nutzen der Religionen entfaltet, schädliche Einflüsse durch Religion dagegen weitestgehend begrenzt werden. Durch positive Führung sollen sich Religion und sozialistische Gesellschaft aufeinander einstellen. So wird sich die große Anzahl an religiösen Amtsträgern und Gläubigen im Einflussbereich von Partei und Regierung zusammenfinden. Beim Vorantreiben der Sinisierung darf man nichts überstürzen, sollte nicht nach raschen Erfolgen streben, alles auf einmal wollen oder im Handstreich erledigen. Man darf nicht in Hektik oder Übertreibung verfallen, sondern muss eine besonders behutsame und zu hundert Prozent durchdachte Vorgehensweise annehmen.

Es ist unabdingbar, Handlungen auf die äußeren Umstände abzustimmen, um positive Effekte zu erzielen und Schaden zu vermeiden. Es ist unbedingt notwendig, komplexe Maßnahmen zu ergreifen, um gleichermaßen Symptome und Ursachen zu behandeln. Es ist unbedingt notwendig, vorsichtig und sicher vorzugehen und mit konstanter Energie. Nur so können langsam aber sicher optimale Resultate erreicht werden.

Nur wenn wir in unseren Bemühungen nicht nachlassen, unermüdlich dranbleiben und mit stählernem Willen weitermachen, verwandeln sich kleine Erfolge in große Erfolge, summieren sich kleine Schritte zu großen Wegstrecken. Nur so kann der Sinisierungsprozess sich kontinuierlich ausbreiten, sich organisch verwurzeln und zu einem selbstverständlichen Teil des gesellschaftlichen Lebens werden.

 

(Der Autor ist Vizeminister der Einheitsfrontabteilung der KPCH und Direktor der nationalen Religionsbehörde)

Übersetzung aus dem Chinesischen Isabel Friemann 3.12.2019

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